Erfinder des Bierdeckels geehrt: Rudolf Sputh erhält Dauerausstellung

Ganz gleich wo man Urlaub macht – die saugstarke Pappe unterm Getränk ist fast überall auf der Welt heimisch geworden. Begonnen hat all das im Sebnitztal in der Sächsischen Schweiz, wo der Papiermühlenbesitzer Rudolf Sputh 1892 den ersten Bierdeckel der Welt aus Holzschliffpappe herstellte – eine brillante Idee, die er sich flugs patentieren ließ. Die Gemeinde Mittelndorf, in der einst die historische Sputhmühle stand, ehrt den Erfinder nun mit einer eigenen Dauerausstellung im Keller des ehemaligen Mittelndorfer Gasthofes. Seit Juli 2021 kann man nun samstags von 12 bis 16 Uhr Interessantes und Wissenswertes rund um Rudolf Sputh und sein berühmtestes Erzeugnis bestaunen: historische Bilder und Info-Tafeln, eine Sammlung historischer Bierdeckel, Werkzeuge und ein originalgetreues Modell der Sputh-Mühle, wie sie zur Jahrhundertwende aussah.


Der ehemalige Standort der historischen Papiermühle ist inzwischen größtenteils von Grün überwuchert. Einzig ein paar Mauerreste und eine Gedenktafel markieren noch den Ort, an dem die ersten Bierdeckel der Welt produziert wurden. 1937 brannte die Sputhmühle teilweise ab und wurde nicht wieder aufgebaut. In den 1970ern ließ die damalige Gemeindeverwaltung die inzwischen baufällig gewordenen übrigen Gebäudeteile dann vollends abreißen. Der Pilgerweg zur Geburtsstätte des Bierdeckels ist trotzdem lohnend – nicht zuletzt wegen der Schönheit der sächsischen Natur, der lokalen Gastronomie und den bequemen Wanderwegen.

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