Bierdeckel als Zeitzeugen: Das Bierdeckel-Museum in Vorarlberg

Oft sind es gerade Alltagsgegenstände, die interessierten Laien und Forschern einen tieferen Einblick in die Geschichte erlauben. Natürlich sind Monumente und Prunkgegenstände aus Gold atemberaubend, doch kleine, im Alltag gebrauchte Gegenstände erlauben einen eher emotionalen Einblick. Man fühlt sich Menschen aus vergangenen Zeitaltern plötzlich viel näher und spürt und sieht die Gemeinsamkeiten. Auch der Bierdeckel ist so ein Zeitzeuge. Er mag nicht so alt sein wie Stonehenge, doch viel zu erzählen hat er allemal. Das findet man auch in der 1834 gegründeten Mohren-Brauerei in Dornbirn im österreichischen Vorarlberg.


Das dortige Bierdeckel-Museum zeigt 1000 verschiedene Bierdeckel aus der mehr als hundertjährigen Geschichte des Bierdeckels. Darunter befinden sich einige bemerkenswerte Highlights, wie etwa ein Bierdeckel, der ein wichtiges Beweisstück in einem Gerichtsprozess war und ein über 100 Jahre alter Bierdeckel, den der damalige Braumeister der Brauerei als Postkarte bekam. Dazu gibt es allerhand Wissenswertes rund um das Thema Bierdeckel. Übrigens stammen die ausgestellten Bierdeckel nicht allein aus Deutschland und Europa, sondern auch aus Australien, Asien, Afrika und Amerika. Natürlich haben die Bierdeckel der Mohren-Brauerei einen speziellen Platz in diesem Museum. Immerhin wurden seit 1834 mehr als 300 unterschiedliche Bierdeckel-Varianten von der Brauerei kreiert, darunter auch einige sehr schöne Sondereditionen. Wer also die Vielfalt der Exponate, die nur in einem intensiven Austausch unter zahlreichen Sammlern zusammengetragen werden konnten, bestaunen möchte, für den lohnt sich der Besuch im Museum der Mohren-Brauerei in Dornbirn allemal.

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