Kneipen als Kunstschmieden? Aber sicher!

Wer an Kunst denkt, dem fallen wohl nicht zuerst Kneipen ein. Warum eigentlich nicht?
Gerade Kneipen sind ein wichtiger Teil der Kultur. So spielen sie zum Beispiel in den Filmen „Shaun of the Dead“ oder „The World’s End“, beide mit dem Schauspieler Simon Pegg, eine wichtige Rolle. Fast alle berühmten Musiker qualifizierten sich in Kneipen für die großen Hallen und Stadien – zum Beispiel im winzigen Cavern Club in Liverpool oder im Star Club in Hamburg, wo unter anderem die Beatles, Chuck Berry, The Animals, Ray Charles oder Bill Haley aufgetreten sind. Die Lieder der Dubliners sind eng mit rauchigen Kneipen und der einzigartigen Kultur Irlands verbunden. Und wer an Jazz und News Orleans denkt, der hat auch gleich die Kneipen dieser Zeit vor Augen.


Kneipen waren auch beliebte Treffpunkte von Schriftstellern wie etwa E.T.A. Hoffmann, Goethe oder Heinrich Heine. Dort wurde nicht nur hitzig bei einem kühlen Bier über Politik und Kunst gestritten, sondern auch das ein oder andere Stück Weltliteratur erdacht. Auch Lesungen und Poetry Slams finden heute noch vielfach in Kneipen statt.


Natürlich darf man hier nicht die Maler vergessen, denn auch sie liebten ihre Kneipen, wie etwa Van Goghs berühmtes Bild einer Billardkneipe bezeugt, das „Nachtcafé“ – oder Manets „Bar in den Folies Bergére“. Ganz klar: wer an Kunst denkt, sollte auch an Kneipen denken!


Bildquelle
Vincent van Gogh, Public domain, via Wikimedia Commons

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