Wachsende Vielfalt: weltweit mehr Brauereien

Mit dem offeneren Welthandel hat sich auch das heimische Bierangebot enorm verändert. Heute sind Biere aus Amerika, Asien oder Australien auch in deutschen Bierregalen keine Seltenheit mehr. Weltweit fügen immer mehr Brauereien dem uralten Kulturgut neue Variationen hinzu.

Woher kommt das Bier?

Gebraut hat man wahrscheinlich schon vor 13.000 Jahren, wie neuere Funde aus Israel vermuten lassen. Seitdem hat sich die Kulturtechnik des Bierbrauens um den ganzen Globus verbreitet. Das internationale Interesse am Bier ist also nichts grundsätzlich Neues. Neu ist jedoch die Rekordzahl aktiver Brauereien im globalisierten Welthandel. Nachdem der Übergang zur industriellen Herstellung zunächst die Anzahl der Brauereien reduziert hat, schießen inzwischen rund um den Globus neue Braustätten und Marken wie Pilze aus dem Boden. Weltweiter Spitzenreiter dieser Entwicklung sind die USA, wo inzwischen über 8.000 aktive Brauereien geführt werden – mehr Vielfalt findet man nirgendwo. In Europa bieten Großbritannien und Deutschland die größte Zahl von Braustätten, wo – wen wundert’s – allein Bayern mit mehr als 600 Brauereien auftrumpfen kann. Damit können sich die Bayern wahrscheinlich auf die weltweit höchste Brauereidichte pro Quadratkilometer berufen. Weltweit ungeschlagen, was Bierproduktion und -umsätze betrifft, ist die belgische Unternehmensgruppe Anheuser-Busch InBev, die 2015 allein ein Fünftel (21,2 %) der weltweiten Biermenge brauen ließ. Vier der zehn meistverkaufenden Bierhersteller kommen inzwischen aus China und Japan, zum Beispiel Tsingtao (China) oder Kirin (Japan). Doch neben solchen Giganten sind es vor allem die vielen kleinen Brauereien, die mit Spezialbieren und Geheimrezepten die Bierwelt beleben, aber auch traditionellen Brauweisen immer wieder neue Facetten abgewinnen können.

Biere der Welt kennenlernen

Spezialitätenhändler, Online-Shops und Fernreisen bieten gute Gelegenheiten, neue Biervariationen kennenzulernen. Wem sich der Geschmack nicht auf den ersten Schluck erschließt, der kann es ja damit versuchen, zur Biermarke ein typisches Gericht des Herkunftslandes zu genießen – so entstehen oft erstaunlich harmonische Geschmackskombinationen.

 

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert