Wer hat den Biergarten erfunden?

Okay, das war nicht schwer. In Bayern entstanden natürlich die ersten Biergärten – eher aus einer Not heraus. Das damals übliche untergärige Bier konnte nur unter bestimmten Bedingungen hergestellt und gelagert werden. Vor allem musste es kalt sein. Deshalb verkaufte man dieses Bier nur aus den Gewölben heraus, wo es gelagert wurde. Viele dieser Bierkeller gab es an den Flussterassen der Isar. Es lag nahe, in den Sommermonaten das köstliche Getränk gleich vor Ort zu genießen. Also stellten die findigen Brauer Tische und Stühle unter die Schatten spendenden Bäume auf und bewirteten ihre Gäste aus den Tiefen ihrer Braukeller.

Zur Not tut’s auch ein Kanten Brot

Leider war es den Wirten streng verboten, ihre Gäste auch mit Speisen zu bewirten. Nur Brot bildete eine Ausnahme – zum Beispiel die Brezn, die als Gebildbrot durchgeht. Dieses Verbot lockerte sich erst im Laufe der Zeit, und es entstanden die Biergärten, die wir heute noch kennen und lieben. Übrigens sind noch einige der historischen Biergärten geöffnet, etwa am Nockherberg der Paulaner Augustiner-Keller. Auf jeden Fall ist im Sommer, auch außerhalb Bayerns, der Biergarten einen Besuch wert.

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