In welcher Stadt gibt es die meisten Biersorten?

Beim Bier scheiden sich die Geister: Manche bleiben lebenslang bei ihrer Lieblingssorte, andere entdecken gern auch mal neue Biersorten für sich. Dabei reicht schon die einheimische Bierproduktion vollkommen für ein Langzeitstudium aus: sechzehneinhalb Jahre würde es dauern, um jede der über 6000 Biermarken persönlich zu verköstigen, wenn man sich denn jeden Tag eine vorknöpfte. Die Frage drängt sich auf, wo man die meisten davon antrifft, ohne viel herumreisen zu müssen.


Bayern erscheint schon nach kurzem Nachdenken als Top-Reiseziel, wenn es um Bierexpeditionen geht. Und das ist nicht ganz verkehrt; immerhin kommen hier – genauer gesagt in Oberfranken – mehr als 200 Brauereien auf eine Million Einwohner. Das ist offiziell Weltrekord. Und drei der Top-Fünf-Städte, was Biervielfalt betrifft, liegen in Bayern, nämlich Bamberg (166 Biersorten), München (172 Sorten) und Nürnberg (198 Biersorten). Alle drei haben aber eines gemeinsam: Gegen die wahren deutschen Bier-Drehscheiben können sie höchstens zusammen anstinken. Deshalb belegen sie auch nur die Plätze 3 bis 5.


Mit großem Abstand vor den bayerischen Biermetropolen liegt Hamburg mit 431 Biersorten – das ist mal bummelig doppelt so viel wie der bayerische Spitzenreiter Nürnberg. So steif, wie man es ihnen nachsagt, können die Hanseaten also gar nicht sein. Es gibt allerdings eine Stadt, die auch diese ordentliche Leistung noch in den Schatten stellt. Berlin erweist sich mit ganzen 558 verfügbaren Biersorten nicht nur als Bundes-, sondern auch noch als Bierhauptstadt Deutschlands. Natürlich sind darunter auch jede Menge internationale Biere. Wer also die deutsche Biervielfalt studieren möchte, dem bleibt Herumreisen nicht erspart. Berlinreisende können sich immer noch darauf verlassen, dass sie hier mehr Biersorten antreffen, als sie in zwei Urlaubswochen kosten können. Na denn Prost, wa?!

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